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Aktuelles

Die Arktis brennt und verursacht eine Rauchwolke, die größer als die Europäische Union ist. So hat’s auf unserem Planeten in den letzten 10.000 Jahren nicht mehr gebrannt. Dieser Juli war weltweit der heißeste Monat seit Messbeginn.

Auch der brasilianische Amazonas-Regenwald brennt verheerend seit Wochen. Im Gegensatz zu einer Kathedrale in Paris wird für die Lunge der Welt nicht gespendet.

Das UNESCO-Weltkulturerbe Great Barrier Reef ist durch die weltgrößte Kohlemine bedroht.

Fridays for Future Deutschland fordert angesichts dieser beklemmenden Tatsachen einen Systenwandel.

Ein weiteres Plädoyer für die Reparatur und den Einkauf im Einzelhandel: Der Onlinehandel ist bequem und verführt dazu, die Wohnung nicht zu verlassen. Diese Bequemlichkeit führt dazu, viel zu viele Dinge zu bestellen. Das, was dann nicht benötigt wird, wird zurückgeschickt. Und dann geschieht das Unfassbare: Die meisten dieser Waren werden von den Händlern vernichtet. Im Wert von über sieben Milliarden Euro jährlich allein in Deutschland. Freundlich formuliert passt dieses Verhalten nicht recht in diese Zeit.

Der Ökonom Niko Paech empfiehlt einen fröhlichen Wohlstandsboykott, denn Technologie oder die CO2-Steuer lösen nicht das Klimaproblem. Wie das funktioniert ist in der tageszeitung (taz) zu lesen: https://taz.de/Nachhaltigkeit-und-Klimapolitik/!5609132/.

Die Reparatur von Gegenständen ist nur eine Möglichkeit, dem ökologischen Enstfall zu begegnen. Mehr als 1.000 Repair Cafés deutschlandweit und der Verbund Offener Werkstätten schrauben das seit Jahren vor. Der Erfolg spricht für sich.

Niko Paech empfiehlt einen friedlichen und fröhlichen Aufstand der sich dem Konsum Verweigernden.

„Wir brauchen einen Aufstand der Handelnden“, fordert der Postwachstumsökonom Niko Paech, Lehrender an der Uni Siegen in einem Interview mit dem Deutschlandfunk zum Klimaschutz: https://www.deutschlandfunk.de/oekonom-zu-klimaschutz-wir-b….

Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben fragt den abwertend als „Öko-Professor“ betitelten Niko Paech daraufhin, „ist das noch Umweltbewusstsein oder schon Öko-Diktatur?“ Und die Frankfurter Allgemeine Zeitung unterstellt daraufhin der ARD, das sie Vorschriften „macht, dass es nur so kracht“. Sie raunt: „Klimahysterie im Ersten“.

Wir konsumieren in einer Weise, als wäre das ganze Jahr Weihnachten: Wir haben zu viel von Allem. Der Bayerische Rundfunk hat mit der sehr guten Dokumentation „Was man im Leben braucht“ von Angelika Kellhammer auch die Reparatur thematisiert, um deutlich zu machen, das die meisten von uns zu viel von Allem haben: https://www.ardmediathek.de/…/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzI3…/.

Mit dabei der Wachstumskritiker Niko Paech und die Politökonomin Maja Goepel. Sehr sehenswert.

Motto von Fridays for Future Deutschland: „Ihr geht mit der Welt um, als hättet ihr eine zweite im Keller“. Heute ist Erdüberlastungstag. Was das bedeutet? Die Menschheit hat seit heute ihr Budget an natürlichen Rohstoffen, die in diesem Jahr nachwachsen, aufgebraucht. Die Weltbevölkerung beansprucht derzeit Ressourcen von 1,75 Erden. Würde die Menschheit so viel verbrauchen wie wir Deutschen, wären sogar drei (!!!) Erden notwendig.

Mit reparieren wird richtig viel Energie gespart.

Schon mehr als zwei Dutzend Städte in Deutschland haben inzwischen den Klimanotstand ausgerufen. Das ist ein erster großer Erfolg auch von Fridays for Future. „Ziviler Ungehorsam gegen eine verantwortungslose Klimapolitik ist angemessen und notwendig“, urteilt der Journalist Franz Alt. Nun gilt es eine nachhaltige Wirtschaft zu organisieren.

Die mehr als 1.000 Repair Cafés bundesweit gehen mit gutem Beispiel voran. In der Reihe zur Kultur des Reparierens hat die Nordwest-Zeitung über diesen Aspekt der Nachhaltigkeit berichtet als Lena Halbedel und Florian Krohm aus Essen über ihre Gebrauchtmöbelinitiative vorgetragen haben.

Nächster Vortrag zum Reparieren: Mittwoch, 03.07.2019 um 18.15 Uhr in Freie Waldorfschule, Blumenhof 9, 26135 Oldenburg
Florian Krohm, Lena Halbedel, Gebrauchtmö­belinitiative WeiterGeben.org in Essen: Stadtteilfabrik – Postwachstumsdesign aus dem Ruhrgebiet

 

Miners & Makers – Mit urbanen Rohstoffen und der Macher-Mentalität zum Postwachstumsdesign im Ruhrgebiet

Was würden Sie antworten, wenn Sie gefragt werden, ob Sie gerne einen großen Haufen Sperrmüll neben ihrer Haustüre hätten? Und zwar nicht nur für ein paar Tage –

Du hast Bock auf mehr Sichtbarkeit von F*L*T*I-Expertinnen* in sozialen Medien, in der Werkstatt oder du willst einfach nur Youtube-Star werden? Dann komm vom 22. – 25. August 2019 auf die Alte Mühle Gömnigk und mach mit bei unserem Techaton!

Was ist ein Techaton?
Ein Bau-Bastel-Diskussions-Kongress, bei dem wir zusammen schrauben, Dinge reparieren diskutieren, uns vernetzen und vor allem Youtube-Tutorials produzieren.

Was wir machen?
Praktische Workshops zum Thema Drehen,

Nächster Vortrag am Mittwoch, den 19.06.2019 um 18.15 Uhr
Kristina Deselaers: Liebe dein Zeugs – über den Zauber einer echten Beziehung zu den eigenen Dingen

Im Repair Café wird ein aufmerksamer Gast so manches Mal Zeug*in geradezu rührender Bindungen der Besitzer*innen an ihre Dinge, die gerettet werden sollen. Wenn 1961 vom ersten Lehrlingsgehalt das erste Radio gekauft wurde und es nun wieder funktionieren soll. Oder wenn die noch ältere Spieluhr aus dem Erzgebirge ausgerechnet in der Adventszeit (wann sonst?) ihren Dienst versagt.

kultur_reparatur

Eintrittsfreies Freiluft-Fest
bei der kultur_halle am Pferdemarkt 8a, 26122 Oldenburg
Samstag, 15. Juni, 18 – 22 Uhr
Sonntag, 16. Juni, 11 – 18 Uhr

Die erfolgreiche, bunte und friedliche Premiere mit dem „Sommerfest der Kultur“ im vergangenen Jahr in und vor der kultur_halle am Pferdemarkt 8a bringt die Organisator*innen zu einer Fortsetzung. Am Samstag, 15. Juni, 18 bis 22 Uhr, und Sonntag,


SPLiTTER Nr. 2/2019 – Das Magazin für Reparatur-Fans


Liebe Reparatur-Initiativen,

hier ist sie – die zweite Ausgabe von SPLiTTER, dem Fanzine von und für Reparatur-Initiativen! In den Beiträgen nehmen wir euch mit nach Oldenburg zur 15jährigen Liza auf Seite 12, zum Werkstattbus des Reparier-Cafés Jena, ans Kuchenbuffet des Café kaputt in Leipzig und an den Empfang des Repair Cafés im Haus der Eigenarbeit München. Daneben stecken die Seiten voller Töne: Ein Fisch trällert Elvis-Presley-Songs (nicht mehr),